Alice Salomon, Adriane Feustel & das Alice Salomon Archiv
Auf den Spuren von Alice Salomon mit Adriane Feustel
Ein Film über die Sozialreformerin, Pionierin und Frauenrechtlerin Alice Salomon, das Alice Salomon Archiv und Adriane Feustel
Unser Film
Unser Film erzählt die bewegende Geschichte von Alice Salomon – Pionierin der Sozialen Arbeit, mutige Denkerin und Kämpferin für ökonomische Gerechtigkeit.
Ihre Fragen nach fairer Bezahlung, Bildung und gesellschaftlicher Verantwortung sind
heute aktueller denn je.
Mit Historikerin Prof. Adriane Feustel, Gründerin des Alice Salomon Archivs, zeigen wir, warum ihr Denken heute unsere Gegenwart bewegt und unsere Zukunft prägen kann.
Worum geht es in unserem Projekt
Unser Film erzählt die Geschichte von Alice Salomon (1872-1948): Sie war Pionierin der Sozialen Arbeit, promovierte Ökonomin und eine mutige Vordenkerin gesellschaftlicher und ökonomischer Gerechtigkeit. Schon früh setzte sie sich für die Rechte und Bildungschancen von Frauen ein und analysierte in ihrer Dissertation die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern – ein Thema, das wir heute als Gender Pay Gap kennen. Sie verband damit Bildung, soziale Verantwortung und ökonomische Denken auf eine Weise, die bis heute wegweisend ist.
Alice Salomon professionalisierte die Soziale Arbeit grundlegend. Was zuvor häufig als ehrenamtliches Engagement von Frauen galt, entwickelte sie zu einem anerkannten Beruf. Sie gründete 1908 die erste Soziale Frauenschule Deutschlands in Berlin, heute bekannt als Alice Salomon Hochschule Berlin, wo sie für Frauen eine zweijährige Ausbildung mit Theorie und Praxis anbot. Sie war damit eine Wegbereiterin der Sozialen Arbeit als Wissenschaft und ist noch heute dafür sehr bekannt.
Ihr Leben war geprägt von Mut und Widerstandskraft. 1933 wurden ihr aufgrund ihrer jüdischen Abstammung alle öffentlichen Ämter entzogen, 1939 die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Nach einem Gestapo-Verhör emigrierte sie 1937 in die Vereinigte Staaten, wo sie 1948 starb. In Deutschland geriet sie nahezu in Vergessenheit. Ihr Engagement und ihre Ideen wirken jedoch bis heute nach, sowohl in der Sozialen Arbeit als auch in der Diskussion um Bildung und soziale Gerechtigkeit.
Der Film begleitet die zwei jungen Sozialarbeiterinnen im Jahr 2026 auf Spurensuche von Lübeck, über Berlin in die Welt. Auf ihrem Weg begegnen sie unter anderem der Historikerin Adriane Feustel, Gründerin des Alice Salomon Archivs. Durch ihre jahrzehntelange Forschungs- und Erinnerungsarbeit sind Dokumente, Briefe, Tagebücher und Fotografien zusammengetragen, erhalten geblieben und für die Gegenwart zugänglich gemacht worden. Mit ihren Schriften hat Adriane Feustel einen immensen Beitrag zur Erinnerung an das Leben und Werk von Alice Salomon geleistet.
Die beiden jungen Sozialarbeiterinnen begegnen zudem Familienmitgliedern, ehemaligen Schülerinnen sowie die Künstlerin DESSA, die sich mit Alice Salomons Leben künstlerisch auseinandergesetzt hat. DESSA ist Patin unseres Films und Künstlerin hinter dem Porträt „Alice im Exil“.
Warum setzen wir uns heute mit Alice Salomon auseinander? Weil ihre Fragen drängend denn je sind! Wie gestalten wir Arbeit gerecht? Wie übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung? Wie kann soziale Arbeit gesellschaftliche Missstände sichtbar machen und verändern?
Der Film lädt dazu ein selber zu denken, selbst Haltung zu entwickeln, weiterzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Denn Erinnerung ist kein Blick zurück, sie ist eine Entscheidung für die Zukunft.
Was sind die Ziele dieses Projektes?
Der Dokumentarfilm über Alice Salomon macht die Lebensleistung einer Reformerin der Sozialen Arbeit als Wissenschaft, promovierten Ökonomin und Vordenkerin ökonomischer Gerechtigkeit sichtbar. Er zeigt, wie sie aus einer ehrenamtlich geprägten Tätigkeit einen professionellen Beruf formte und mit Bildung, sozialer Verantwortung und Mut Gesellschaft veränderte. Ihr Denken zu Gerechtigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und fairer Arbeit ist heute genauso relevant wie vor über hundert Jahren.
Der Film will Erinnerung lebendig halten und dazu inspirieren, selbst Haltung zu entwickeln. Er zeigt, wie Archivarbeit, Forschung, historische Auseinandersetzung und künstlerische Annäherungen Geschichte greifbar machen können, und regt dazu an, aus der Vergangenheit Impulse für gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung im Heute zu gewinnen.
Die Zielgruppe des Films ist bewusst breit gefasst. Im Vordergrund stehen Sozialarbeiter:innen, Studierende der Sozialen Arbeit sowie Fachkräfte in Bildung, Beratung und Bereich Soziokultur. Durch die vielfältige Darstellung und Verbindung von praxisnaher Archivarbeit, Begegnungen mit Historiker:innen, Familienmitgliedern und einer Künstlerin und durch die Perspektive der beiden jungen Sozialarbeiterinnen Zoe Fender und Laila Wendland wird der Film besonders für ein diverses und intergenerationelles Publikum zugänglich.
Besonders Frauen stehen im Fokus, weil Alice Salomon nicht nur die Professionalisierung der Sozialen Arbeit vorangetrieben hat, sondern auch Wege für Frauen im Privat- und Berufsleben öffnete. Sie kämpfte dafür, dass Frauen ernst genommen, ausgebildet und in verantwortlichen Positionen tätig werden konnten, was heute eine Grundlage für weibliches Unternehmertum und gesellschaftliche Selbstbestimmung ist. Zudem zeigt der Film, wie sie jungen Frauen Mut machte, eigenständig zu handeln, sich zu emanzipieren und sich gesellschaftlich einzubringen.
Alice Salmons Denken wirkte weit über die sozialen Berufe hinaus. So sprechen ihre Themen und Thesen auch jegliche Unternehmerinnen an. Sie setzte sich dabei für die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen ein und zeigte wie Management und gesellschaftliche Verantwortung zusammenhängen. Sie inspirierte mit ihren Analysen unternehmerische Zeitgenössinnen und noch Frauen heute zu einem selbstbewussten Handeln im Beruf.
Darüber hinaus richtet sich der Film an alle, die sich mit gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzen wollen: in Unternehmen, Organisationen, Vereinen, Sozialen Bereichen oder zivilgesellschaftlichem Engagement. Er lädt ein, Geschichte aktiv nachzuvollziehen, Haltung zu entwickeln und die Prinzipien von Engagement und Verantwortung in die eigene Lebens- und Berufspraxis zu übertragen.
Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?
Alice Salomons Themen sind heute aktuelle denn je! Ihr Werke und Thesen zu sozialer Gerechtigkeit, Gendergerechtigkeit, fairer Bezahlung, Verantwortung in der Gesellschaft und Kraft von Bildung sind auch heute noch nicht aus der Zeit gekommen. Ihr Mut, selbstständig zu denken und neue Wege zu gehen, kann uns heute noch inspirieren und dafür sorgen, dass wir weiter denken. Weiter mutig für unsere Rechte und Weiterentwicklung einstehen.
Wir glauben, dass Erinnerung nur gemeinsam leben kann. Mit eurer Unterstützung können wir diesen Film realisieren, Alice Salomons Geschichte lebendig halten und eine Gemeinschaft schaffen, die sich für Bildung, Engagement, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Verantwortung stark macht.
Als Unterstützer:innen werdet ihr ein Teil dieser Gemeinschaft und namentlich im Abspann des Films genannt, damit sichtbar wird, dass wir gemeinsam etwas bewegen. Jede Unterstützung hilft, den Film frei zugänglich zu machen, Wissen zu teilen und Menschen zu inspirieren, selber zu denken und weiter zu denken.
Gemeinsam mit euch können wir Brücken schlagen, zwischen der Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Generationen und Menschen, die sich engagieren, mutig sind, sich trauen ihre Stimme zu erheben, die sich erinnern und weiter denken wollen. Erinnerung wirkt, Engagement verändert und Gemeinschaft gibt Kraft und so tragen wir Alice Salomons Mut und Vision in die Gegenwart.
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Jede Unterstützung fließt direkt in die Produktion des Films. Das Geld deckt die technischen und organisatorischen Kosten, Dreharbeiten, Honorare, Postproduktion sowie alle mit der Produktion verbundenen Ausgaben wie Reisekosten etc. ab. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert! Der Film wird allen kostenfrei zur Verfügung gestellt und ist über Youtube und die Website des Kilian Andersen Verlages jederzeit verfügbar, sowohl in deutsch, wie mit englischen Untertiteln.
Wir haben einen realistischen Finanzierungsbedarf kalkuliert, können das Budget aber etwas flexibel anpassen. Sollte mehr Geld zusammenkommen, als wir benötigen, geht der Überschuss an das Alice Salomon Archiv, das damit die weitere Erforschung des Familiennachlasses unterstützt.
Wer steht hinter dem Projekt?
Wir sind ein Team, das Alice Salomons Geschichte neu erlebbar machen möchte, mit Leidenschaft für Soziale Arbeit, Bildung und gesellschaftliches Engagement.
Heike Knebel ist Initiatorin des Films. Als Sozialarbeiterin und Dozentin an der Berufsakademie Lüneburg beschäftigt sie sich seit über zwei Jahren intensiv mit Alice Salomon. Dabei ist ihr aufgefallen, dass es bisher keinen Film über diese zentrale Persönlichkeit der Sozialen Arbeit gibt und genau das wollen wir ändern.
Madline Lentins begleitet uns als Produktionsleitung bei der Planung und Umsetzung des Films und sorgt dafür, dass Ideen konkretisiert werden und alle Abläufe möglichst reibungslos stattfinden.
Adriane Feustel, Historikerin und Gründerin des Alice Salomon Archivs, bringt ihr enormes Wissen über Alice Salomon ein. Sie hat über Jahrzehnte Quellen gesichert, Briefe, Tagebücher und Fotos bewahrt und macht die Geschichte für uns alle zugänglich.
Bianca Walther unterstützt uns mit digitalen Zugängen zur Geschichte und dem Podcast „Frauen von damals“, der das Leben von Alice Salomon auf zeitgemäße Weise vermittelt.
DESSA, Künstlerin und Patin des Films, setzt sich in ihrer Ausstellung „Die Kunst des Gedenkens: Alice Salomon 1872-1948“ mit Erinnerungen, Werken und der Biografie von Alice Salomon auseinander und verbindet historische Inhalte mit zeitgenössischer Bildsprache. Ihr Werk „Alice im Exil“ ist unser Leitmotiv.
Finn Nissen, unser Filmemacher, führt die vielen Bausteine zusammen, entwickelt die filmische Umsetzung und sorgt dafür, dass alle Geschichten, Begegnungen und Materialien zu einem stimmigen Dokumentarfilm verschmelzen.
Auf ihrer Spur begleiten uns Zoe Fender und Laila Wendland, Sozialarbeiterinnen und ehemalige Studierende von Heike Knebel. Sie erkunden Alice Salomons Wirken heute, stellen Fragen, reflektieren und machen ihre Geschichte lebendig für ein modernes Publikum.
Träger des Projekts ist der Kilian Andersen Verlag, der uns organisatorisch und ideell unterstützt und eine stabile Basis für die Umsetzung und Öffentlichkeitsarbeit bietet.
Gemeinsam bilden wir ein Team, das Alice Salomons Mut, Vision und Engagement für die Gegenwart lebendig macht und ein Projekt schafft, das inspiriert, verbindet und zum Weiterdenken einlädt.
Auf den Spuren von Alice Salomon
Crowdfunding
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Für Lernende, für Lehrende, für Wissbegierige, für Erinnernde und zum Erinnern, für Sie
Neuigkeiten aus dem Verlag
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